Pseudomonas aeruginosa

Das weltweit verbreitete Bakterium Pseudomonas aeruginosa kann bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu Erkrankungen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung und Wundinfektion führen. Sein Vorkommen ist in feuchten Umgebungen und in Krankenhäusern zu bemerken. Sorgfältige Hygienemaßnahmen können als Gegenmaßnahmen betrachtet werden.

Wirkungen und Auftreten

Bei Menschen mit einem gesunden und leistungsfähigen Immunsystem bewirkt Pseudomonas aeruginosa nur in sehr seltenen Fällen eine Krankheit. Wenn das Immunsystem durch verschiedene Ursachen geschwächt ist, ist das Bakterium allerdings für verschiedene Krankheiten die Ursache und dies insbesondere in Krankenhäusern. Besonders gefährlich ist es für an Mukoviszidose erkrankten Menschen und für jene, die künstlich beatmet werden. Hier besteht die größte Gefahr darin, dass das Bakterium Lungenentzündungen hervorruft. In anderen Fällen kann es nach Operationen und auch bei Verbrennungen zu Wundinfektionen führen. Auch Nierenbeckenentzündungen und Endokarditis sowie Blutvergiftungen sind mögliche Folgen. Nach Schwimmbad- und Whirlpoolbesuchen treten manchmal auch Gehörgangsinfektionen und Entzündungen an den Haarbälgen auf, die dem Bakterium zuzuschreiben sind.

Hygienemaßnahmen gegen die Ausbreitung

Da das Bakterium Pseudomonas aeruginosa häufig in Krankenhäusern auftritt, sind sorgfältigste Hygienemaßnahmen notwendige Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung. Es liebt besonders feuchte Milieuräume wie Waschbecken und Toiletten, Luftbefeuchter und Inhalatoren, Inkubatoren für Babys und Beatmungsgeräte, sogar Desinfektionsmittel, Seifen, Salben, Augen- und Kontaktlinsentropfen, Waschlappen, Handtücher sowie destilliertes Wasser. Für Krankenhäuser bedeutet dieses Vorkommen strengste Desinfektion und absolute Hygiene im Umgang mit medizinischen Hilfsgeräten und Geräten, Instrumenten, Schläuchen und Kathetern. Krankenhauspersonal, Patienten und Besucher sollten ebenfalls jegliche Hygienemaßnahmen unternehmen.

Therapie

Zur Therapie zählen Unternehmungen, die grundsätzlich in der Lage sind, das Immunsystem zu stärken. Dazu zählt regelmäßige körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung und im Notfall auch spezielle Antibiotika. Wenn die Atemwege von dem Bakterium betroffen sind, werden bis zu dreimal täglich Bewegung zur Stärkung der körperlichen Leistungsfähigkeit erforderlich. Das garantiert, dass die Atemwege in die Lage versetzt werden, sich selbst von entzündeten Zellen, Schleim und Bakterien zu reinigen. Auch physiotherapeutische Anwendungen wie verschiedene Drainagen und Atemübungen sind wirksame Therapien. Da die Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa von Appetitlosigkeit begleitet werden kann, muss der Bedarf an Mineral- und Nährstoffen, an Spurenelementen und Vitaminen konsequent gedeckt werden. Mehrere kleine Mahlzeiten dienen dazu und notfalls muss über eine Magensonde ernährt werden. Kommen zu einer Infektion mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa Fieber oder eine weitere Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit hinzu, auch in Zusammenhang mit weiterer Gewichtsabnahme oder steigenden Entzündungswerten, dann werden Antibiotikagaben erforderlich. Es können Antibiotika wie Aminoglykoside und Polymyxine inhaliert werden, um die weitere Ausbreitung des Bakteriums einzudämmen bzw. völlig zu beseitigen. Dabei kann auch gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Lungenfunktionen gesteigert werden.

Das Bakterium Pseudomonas aeruginosa

Das Bakterium Pseudomonas aeruginosa ist gramnegativ und oxidasepositiv und zählt zu den Stäbchenbakterien. Beide Enden können mit Geißeln versehen sein. Walter Migula entdeckte es 1900. Eine Schleimschicht umgibt das Pseudomonas aeruginosa Bakterium und schützt es vor dem Immunsystem, das normalerweise mittels sog. Fresszellen gegen das Bakterium vorgehen will. Zusätzlich ist es auch noch mit einer Struktur ausgestattet, das es vor vielen Antibiotika schützen kann. Und es kann sich dank spezieller Haftorgane an die Zellen des befallenen Körpers anhaften. Das Bakterium überlebt nicht nur in feuchten Milieuräumen, es kann sich auch in Lebensmitteln befinden. Normalerweise überlebt das Bakterium aerob, es kann dennoch auch anaerob, wie im Falle der Mukoviszidose existieren. Es ist ebenfalls in der Lage, sich in Milieus aufzuhalten, in denen normalerweise Natirumlaurylsulfate dn Aufenthalt für Bakterien unmöglich machen. So findet es sich auch in Shampoos, Waschmitteln und auf Ölen.

Schutz

Der beste Schutz gegen das Pseudomonas aeruginosa Bakterium sind Hygienemaßnahmen und ein starkes Immunsystem durch sinnvolle Ernährung mit ausreichend Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen und Vitalstoffen sowie regelmäßige Bewegung.

Pseudomonas aeruginosa Foto

Pseudomonas aeruginosa So sieht das Bakterium Pseudomonas aeruginosa unterm Mikroskop aus.
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Lungenentzündung Lungenentzündung, eine der möglichen Folgen.

Krankenhaus Krankenhaus, ein verbreiteter Ansteckungsort.

Whirlpool Whirlpool, ebenfalls ein Ort an dem man sich das Bakterium holen kann.

Schwimmbad Schwimmbad, genau wie der Whirlpool ein Platz an dem sich Pseudomonas aeruginosa verbreiten kann.